Bei Würzburg wurde eine Studie durchgeführt, die in der Mobilfunkforschung gerade für massives Aufsehen sorgt.
Sie wurde am 31. Mai 2024 in einer der angesehensten wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht.
Die zentrale Frage war einfach und zugleich brisant:
Sind Menschen, die in unmittelbarer Nähe zu Mobilfunksendern wohnen, gesundheitlich stärker belastet als jene, die weiter weg wohnen?
Zum ersten Mal wurde das nicht nur mit Fragebögen oder theoretischen Modellen untersucht – sondern direkt am Menschen, anhand von Blutproben aller Beteiligten. Diese Proben wurden in das Labor eines international bekannten Forschers gebracht: Professor Igor Belyaev am Krebsforschungsinstitut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften. Das ist eines der weltweit führenden Labore für „nicht-thermische biologische Effekte“ von EMF, speziell Genotoxizität.
Hier ein 6-Minuten-Kurzvideo https://www.youtube.com/watch?v=SNj4L8IkRa0
Der Link zur Englischsprachigen Original-Studie https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0147651324005621
Die Deutsche Übersetzung der Studie als PDF-Download.
Die Studie trägt den Titel:
„Athermische biologische Wirkungen von elektromagnetischen Feldern auf das vegetative Nervensystem und die Gen-Integrität“ – kurz ATHEM-3.
Und der Name ist Programm:
Es geht nicht um Hitzeeffekte (Thermik).
Es geht nicht um Verbrennung.
Es geht um biologische Effekte - also unsere Gesundheit - die bereits weit unterhalb aller offiziellen Grenzwerte auftreten.
Koordiniert wurde die Studie vom Krebsforscher Professor Wilhelm Mosgöller von der Medizinischen Universität Wien. Sein Fazit ist unmissverständlich:
„Wir haben bei ATHEM-3 keinen Krebs nachgewiesen, aber die biologische Begründung und Plausibilität, wie Krebs durch Mobilfunk entstehen kann.
Die Krebswirkung wurde schon in vielen Studien weltweit gezeigt – nur hat es niemand glauben wollen.
Jetzt ist es wesentlich glaubwürdiger.“
Was wurde gefunden?
Ganz einfach: Die Forscher entdeckten Chromosomenschäden – und zwar je näher der Betroffene am Sender wohnt, desto stärker.
Damit berührte die Studie eine Frage, die viele Menschen stellen:
„Wenn man hört, Mobilfunkmasten machen krank oder sogar Krebs – wie soll das gehen? Wir haben doch Grenzwerte!“
Professor Mosgöller antwortet darauf erstaunlich klar:
Die bestehenden Grenzwerte schützen uns nur vor Überhitzung – aber nicht vor Krebs.
Die bestehenden Grenzwerte basieren ausschließlich auf physikalischen Größen wie Watt pro Quadratmeter oder Volt pro Meter
Also auf der Frage: Wie viel Energie kommt an und könnte sie unsere Körper erwärmen?
Aber Krebs entsteht nicht durch Wärme.
Krebs entsteht durch biologische Schäden – insbesondere im Zellkern.
Und für solche Schäden gibt es tatsächlich bereits etablierte Grenzwerte seit Jahrzehnten.
Diese kommen von der IAEO, der Internationalen Atomenergie-Behörde.
Ionisierende Strahlung wird über DNA-Schäden bewertet → nicht über Temperatur.
Warum?
Weil man dort seit Jahrzehnten weiß:
Ionisierende Strahlung verursacht Chromosomenbrüche.
Und diese zeigen messbare biologische Schadwirkung an.
Daraus ermittelt man die nötigen Schutzwerte für die Gesundheit.
Und genau das Bahnbrechende an ATHEM-3 ist:
Die gleichen Arten von Chromosomenschäden, wie sie bei ionisierender Strahlung auftreten, wurden nun auch bei Anwohnern von Mobilfunkantennen gefunden – und zwar weit über den IAEO-Schwellenwerten.
Das bedeutet:
Nicht durch Hitze.
Nicht durch thermische Wirkung.
Sondern durch biologische Prozesse, ausgelöst durch modulierte, gepulste, digitale Funksignale.
Und wer die physikalische Seite kennt, weiß:
Digitale Funksignale bedeuten hohe Frequenzanteile die genau zu den Schäden führen, die man aus der Strahlenbiologie kennt.
Das ist starker Tobak, wie die Studienautoren selbst sagen.
Für uns als Bevölkerung bedeutet das:
Über Jahre hinweg unter Mobilfunkstrahlung entstehen messbare Schäden an unseren Zellen.
Schäden, die man auch bei radioaktiver Belastung findet.
Schäden, auf deren Grundlage die Atomenergie-Behörde ihre Grenzwerte festgelegt hatte.
Die ATHEM-3-Studie zeigt: diese Schäden treten um ein Vielfaches über den tolerierbaren IAEO-Grenzwerten auf.
Die internationale Wissenschaft reagiert bereits. Weltweit wird diskutiert, dass die bisherigen Grenzwerte – die rein auf Hitzewirkung beruhen – nicht mehr zu halten sind.
Denn die Fachzeitschrift, die die Studie nach strengem Peer Review veröffentlicht hat, ist nicht irgendein Magazin, sondern:
„Ecotoxicology and Environmental Safety“ – ein führendes internationales Journal.
Die Diskussion hat also erst begonnen.
Wer diese Ergebnisse selbst nachlesen möchte, findet die ATHEM-3-Studie und eine ausführliche Zusammenfassung hier:
👉 https://das-digitale-dilemma.de/athem-3-studie/
Es lohnt sich wirklich, denn diese Studie wird die Debatte über Mobilfunk und Gesundheit weltweit verändern.
Wir fordern Mobilfunk-Grenzwerte festzulegen, die unsere Zellen nicht schädigen können.
Ein anderer Aspekt der Studie wird in diesem Artikel aufgezeigt: Der größte Messfehler der modernen Technikgeschichte - Neue Mobilfunkstudie